Goddelsheim. Die Planungsphase ist abgeschlossen, jetzt rollen die Bagger: In Goddelsheim haben offiziell die Erdarbeiten für den Neubau der zweizügigen Grundschule begonnen. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg investiert rund 8,2 Millionen Euro in das moderne und nachhaltige Bildungsprojekt, das bis 2028 fertiggestellt sein soll. Nachdem im ersten Quartal des Jahres der Bauantrag eingereicht wurde, startet das Großprojekt nun plangemäß im Sommer 2026 in die Realisierungsphase. Der Neubau in der Sachsenberger Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Mittelpunktschule löst das alte Schulgebäude in der Korbacher Straße in der Ortsmitte ab, welches aufgrund begrenzter Räumlichkeiten und strenger Brandschutzauflagen nicht mehr zukunftsfähig war.
Optimale Bedingungen für 155 Schülerinnen und Schüler
„Mit dem Baubeginn schlagen wir ein weiteres neues Kapitel für die Bildungslandschaft in unserer Region auf“, betont Landrat Jürgen van der Horst. „Durch die Nähe zur Mittelpunktschule fallen die bisherigen Pendelwege für das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung künftig weg. Zudem werden beide Schulen technisch und energetisch miteinander gekoppelt: Die neue Grundschule wird an die Fernwärmeversorgung der MPS angeschlossen und nutzt künftig eine gemeinsame Sicherheits- und Telekommunikationstechnik.“
Naturpädagogisches Konzept
Der Neubau ist für rund 155 Kinder ausgelegt: Auf sie warten acht moderne Klassenräume, Lernnischen, flexible Aufenthaltsbereiche sowie speziell gestaltete Flächen für differenziertes Lernen. Auch das pädagogische Konzept der „Naturparkschule“ spiegelt sich im Außenbereich wider, der unter anderem ein Outdoorklassenzimmer, Blühstreifen und ein Insektenhotel erhält. „Es ist schön zu zu sehen, dass die Erdarbeiten nun laufen. Ich freue mich für die Familien, die Lehrkräfte und ganz besonders für die Kinder, dass mit diesem Neubau ein lebendiger, moderner Ort des Lernens direkt hier in unserer Heimat geschaffen wird“, sagt der Lichtenfelser Bürgermeister Henning Scheele.
Nachhaltigkeit im Fokus: Effizienzhaus 40
Das Gebäude wird zudem höchsten ökologischen Standards entsprechen: Die neue Schule wird als zweigeschossiger Holzrahmenbau im extrem sparsamen Standard „Effizienzhaus 40“ errichtet. Zu den nachhaltigen Highlights gehören eine Fassade aus Basaltmehlplatten, ein Gründach zur Regenwasserrückhaltung sowie eine Photovoltaikanlage mit integriertem Batteriespeicher im Untergeschoss. Verläuft der Bau weiterhin nach Zeitplan, werden die Grundschülerinnen und Grundschüler ihre neue Schule im Jahr 2028 beziehen können.









